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Solarrechner für Gewerbedach, Freifläche und Agri-PV

Ertrag, Investition, Amortisation und Stromgestehungskosten von 10 kWp bis 300 MWp. Beispiel: 5 MWp Freifläche in Bayern erzeugen rund 5,8 GWh pro Jahr auf etwa 5,0 ha. Jede Eingabe baut Ihre Anlage sichtbar auf.

Methode und Annahmen offenRichtwerte Stand Oktober 2026Gerechnet von einem Solarbaubetrieb mit eigenem Maschinenpark

Was möchten Sie bauen?
Standort und Größe
Bauweise
Stromverbrauch
Batteriespeicher
Vermarktung und Preise
Annahmen anpassen Kosten, Zins, Laufzeit, Pacht

Details zur Rechnung

Spezifischer Ertrag
1.165 kWh/kWp
Eigenverbrauch
-
Autarkie
-
Erlös bzw. Ersparnis im 1. Jahr
251.100 €
Einspeise- bzw. Verkaufspreis
4,79 ct/kWh
Rendite (interner Zinsfuß)
1,8 %
Überschuss nach Laufzeit
834.600 €
Abregelung (ohne Erlös)
583 MWh / Jahr
CO₂-Einsparung pro Jahr
3.591 t CO₂
Versorgt rechnerisch Haushalte
1.498
Landwirtschaftlich nutzbar
-
Alternative: Fläche verpachten
15.000 € / Jahr

Kumulierter Überschuss über 30 Jahre, Jahr 0 = Investition

    Methode

    So rechnet der Solarrechner

    Kein Ertragsgutachten, aber eine ehrliche Projektrechnung. Jede Annahme ist oben änderbar.

    1. Ertrag = Leistung × regionaler Ertrag pro kWp (Globalstrahlung des DWD × 0,985, Süd, optimal geneigt) × Faktoren für Ausrichtung, Neigung, Verschattung bzw. Aufständerung (Tracker 18 % mehr, Ost-West 18 % weniger). Alterung 0,25 % pro Jahr.
    2. Abregelung: Ein Teil der Einspeisung bringt kein Geld, weil Netzbetreiber abregeln oder der Strompreis negativ ist (§ 51 EEG). Standard 10 % Freifläche, 8 % Agri-PV, 3 % Gewerbedach.
    3. Eigenverbrauch (Dach): Anteil der Erzeugung, der zeitgleich gebraucht wird, nach Betriebszeiten; ein Speicher verschiebt Überschüsse mit 90 % Wirkungsgrad, begrenzt auf 280 Vollzyklen pro Jahr.
    4. Erlöse: vermiedener Strombezug zum Strompreis (mit Steigerung); Einspeisung bis 100 kWp nach EEG-Stufen, darüber Marktprämie (5,84 ct abzüglich 0,3 ct Vermarktung); Freifläche zum gewählten Erlös pro kWh, Zuschläge für 20 Jahre, danach Marktwert 4,5 ct.
    5. Kosten: Investition nach Anlagentyp und Größe, Betrieb und Wartung in € pro kWp und Jahr (+1,5 % jährlich), Wechselrichter-Ersatz im Jahr 13, bei gepachteter Fläche die Pacht.
    6. Kennzahlen: Amortisation (Jahr, in dem der kumulierte Überschuss die Investition deckt), interner Zinsfuß, Stromgestehungskosten mit 5,0 % Kalkulationszins auf die nutzbare Strommenge, vermiedenes CO₂ mit 685 g pro kWh (Umweltbundesamt). Laufzeit 30 Jahre bei Freifläche und Agri-PV, 25 Jahre am Dach.
    Richtwerte

    Solarrechner-Beispiele und Richtwerte Oktober 2026

    Gerechnete Beispiele (Annahmen wie im Rechner)
    BeispielErtrag/JahrInvestitionAmortisationRenditeStromgestehungskosten
    Gewerbedach 300 kWp, Bayern, Tagbetrieb346 MWh255.000 €4,3 Jahre24,1 %7,1 ct/kWh
    Gewerbedach 300 kWp mit 200 kWh Speicher346 MWh335.000 €4,8 Jahre21,4 %9,2 ct/kWh
    Freiflächenanlage 10 MWp, fest Süd, Brandenburg, Zuschlag11,0 GWh6,2 Mio. €25,1 Jahre1,0 %6,3 ct/kWh
    Freiflächenanlage 10 MWp mit Trackern, Brandenburg, Zuschlag13,0 GWh7,2 Mio. €21,4 Jahre2,0 %5,9 ct/kWh
    Agri-PV 5,5 MWp mit Trackern auf 10 ha, Bayern7,6 GWh4,2 Mio. €23,2 Jahre1,4 %6,1 ct/kWh
    Hausdach 10 kWp, Bayern, 4.500 kWh Verbrauch11,5 MWh14.000 €13,3 Jahre5,8 %11,4 ct/kWh
    Ertrag pro kWp nach Bundesland (Süd, optimal geneigt)
    BundeslandkWh/kWp/Jahr
    Baden-Württemberg1.170
    Bayern1.165
    Saarland1.140
    Sachsen1.115
    Rheinland-Pfalz1.105
    Berlin1.100
    Brandenburg1.100
    Sachsen-Anhalt1.085
    Hessen1.075
    Thüringen1.075
    Mecklenburg-Vorpommern1.065
    Nordrhein-Westfalen1.040
    Niedersachsen1.035
    Schleswig-Holstein1.030
    Hamburg1.025
    Bremen1.020
    Investition netto pro kWp
    AnlagentypGröße€/kWp
    Hausdach (privat)bis 10 kWp1.400
    bis 30 kWp1.200
    Gewerbedachbis 100 kWp1.000
    bis 750 kWp850
    bis 2,0 MWp760
    bis 5,0 MWp680
    Freiflächenanlagebis 1,0 MWp750
    bis 10,0 MWp620
    bis 300,0 MWp580
    Agri-PV mit Trackernbis 1,0 MWp900
    bis 10,0 MWp760
    bis 100,0 MWp700
    Flächenbedarf Freifläche
    BauweiseMWp pro haha pro MWp
    Fest, Süd1,001,0
    Fest, Ost-West1,200,8
    Einachsiger Tracker0,851,2
    Tracker mit Fahrgassen (Agri-PV)0,551,8

    Annahmen und Schätzungen

    • Abregelung und Stunden mit negativen Preisen: Ertragsgutachten rechnen mit rund 1.080 Volllaststunden, die Übertragungsnetzbetreiber erwarten für neue Freiflächen 2026 nur 864 (ISE). Standard 10 % Freifläche, 8 % Agri-PV, 3 % Gewerbe (Schätzung).
    • Investitionskosten 2026: ZSW nennt für Inbetriebnahme 2026 540-560 €/kWp Freifläche (Modulpreis-Tief Oktober 2024), Fraunhofer ISE meldet für 2025 deutlich gestiegene Systemkosten. Richtwerte dazwischen: 580-750 €/kWp je nach Größe (Schätzung).
    • Agri-PV mit Trackern in Fahrgassen-Bauweise liegt bei den Kosten nahe an Freiflächen-Trackern (Richtwert 700-900 €/kWp (Schätzung)); hoch aufgeständerte Agri-PV kostet laut Literatur 900-1.700 €/kWp. Nach DIN SPEC 91434 dürfen höchstens 15 % der Fläche verloren gehen (Kategorie II), der landwirtschaftliche Ertrag muss mindestens 66 % des Referenzertrags erreichen.
    • Der Agri-PV-Aufschlag von 0,5 ct/kWh in der Ausschreibung gilt nur für hoch aufgeständerte Anlagen ab 2,10 m lichter Höhe. Tracker mit Fahrgassen sind bodennahe Agri-PV (DIN SPEC 91434 Kategorie II) und bieten zum normalen Zuschlag.
    • Feste Einspeisevergütung gilt bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 für 20 Jahre. Entwurf EEG 2027 (BT-Drs. 21/7867): danach nur noch befristete Übergangszahlung 5,2 ct/kWh für 36 Monate, noch nicht beschlossen.
    • Keine amtliche Statistik für Solarpark-Pacht. Marktindikation Standard-Ackerfläche 2.500-4.000 €/ha, Agri-PV 2.000-3.000 €/ha (Schätzung).
    • PPA-Preis 5,0 ct/kWh ist eine Annahme ohne öffentliche Statistik (Schätzung); tragen Sie Ihren Vertragswert ein.
    • Speicher: Am Feld rechnet der Rechner mit Verschiebung von Mittags- in Abendstunden (Preisunterschied 8 ct/kWh (Schätzung)). Lastspitzenkappung, Regelenergie und Netzentgelt-Effekte sind nicht eingerechnet.

    Quellen (geprüft 04.10.2026): Bundesnetzagentur: EEG-Fördersätze ab 01.08.2026 · Bundesnetzagentur: Ausschreibungen Solar 1. Segment (Zuschlag Ø 4,79 ct, 01.07.2026) · netztransparenz.de: Marktwert Solar (JW 2025: 4,508 ct) · Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik (20.08.2026) · Fraunhofer ISE: Stromgestehungskosten (07/2024) · DWD: Globalstrahlung nach Bundesland 2011-2020 · Umweltbundesamt: CO₂-Faktoren (CC 16/2026, Vermeidungsfaktor PV 685 g) · BDEW-Strompreisanalyse 08/2026 · Destatis: Strompreise Nicht-Haushalte 1. Hj. 2026 · DIN SPEC 91434:2021-05 Agri-PV

    FAQ

    Fragen zum Solarrechner

    Wie viel Strom erzeugt 1 kWp Photovoltaik in Deutschland?

    Je nach Bundesland etwa 1.020 bis 1.170 kWh pro Jahr bei Südausrichtung, optimaler Neigung und ohne Verschattung, abgeleitet aus der Globalstrahlung des Deutschen Wetterdienstes (Faktor 0,985 nach Fraunhofer ISE). Ost-West-Anlagen liefern pro kWp rund 18 % weniger, einachsige Tracker rund 18 % mehr. Davon geht noch die Abregelung ab, siehe nächste Frage.

    Warum rechnet der Solarrechner mit Abregelung?

    Weil Solarparks nicht mehr jede Kilowattstunde verkaufen. Ertragsgutachten rechnen mit rund 1.080 Volllaststunden, die Übertragungsnetzbetreiber erwarten für neue Freiflächen 2026 nur 864 (Fraunhofer ISE). Seit 25.02.2025 entfällt die Förderung zudem in jeder Viertelstunde mit negativem Strompreis (§ 51 EEG). Der Rechner zieht deshalb standardmäßig 10 % bei Freiflächen, 8 % bei Agri-PV und 3 % der Einspeisung am Gewerbedach ab. Der Wert ist eine Schätzung und unter „Annahmen anpassen“ änderbar.

    Was kostet eine Freiflächen-Photovoltaikanlage pro MW?

    Als Richtwert bis 1,0 MWp etwa 750 € pro kWp, bis 10,0 MWp etwa 620 € pro kWp, bis 300,0 MWp etwa 580 € pro kWp, netto und ohne Netzanschluss außerhalb des Parks. Eine 10-MWp-Anlage kostet damit rund 6,2 Mio. €. Die amtliche ZSW-Annahme für Inbetriebnahme 2026 liegt bei 540 bis 560 €/kWp, beruht aber auf dem Modulpreis-Tief von Oktober 2024; Fraunhofer ISE meldet für 2025 deutlich höhere Systemkosten.

    Wie viel Fläche braucht ein Solarpark pro Megawatt?

    Fest nach Süden aufgeständert etwa 1,0 ha pro MWp, in Ost-West-Bauweise rund 0,8 ha, mit einachsigen Trackern etwa 1,2 ha. Agri-PV mit Trackern und Fahrgassen braucht rund 1,8 ha pro MWp, weil zwischen den Reihen Landwirtschaft stattfindet.

    Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf dem Gewerbedach?

    Meist ja, wenn tagsüber Strom gebraucht wird. Im Beispiel 300 kWp in Bayern mit Tagbetrieb nutzt der Betrieb 70 % des Solarstroms selbst, die Stromgestehungskosten liegen bei rund 7,1 ct/kWh gegenüber 23,5 ct Strombezug, die Anlage hat sich nach etwa 4,3 Jahren bezahlt gemacht.

    Ab welcher Größe brauche ich Direktvermarktung?

    Ab 100 kW installierter Leistung (§ 21 EEG). Statt fester Einspeisevergütung gibt es dann die Marktprämie: Der anzulegende Wert liegt für Dachanlagen bis 1 MW bei 5,84 ct/kWh (BNetzA, ab 01.08.2026), davon gehen rund 0,3 ct für den Direktvermarkter ab. Bis 100 kW gilt die Einspeisevergütung anteilig nach Stufen: 7,70 ct bis 10 kW, 6,66 ct bis 40 kW, 5,44 ct bis 100 kW.

    Was ändert sich 2027 bei der Einspeisevergütung?

    Wer bis 31.12.2026 in Betrieb geht, behält die heutige Vergütung für 20 Jahre. Der Entwurf zum EEG 2027 (BT-Drucksache 21/7867, noch nicht beschlossen) sieht für neue Anlagen danach keine feste Vergütung mehr vor, sondern eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate, die Ausschreibungspflicht für Freiflächen schon ab 750 kW und einen Höchstwert von 5,9 ct/kWh in der Ausschreibung. Der Rechner nutzt die heute gültigen Werte.

    Was ist Agri-PV und darf ich die Fläche weiter bewirtschaften?

    Agri-PV kombiniert Landwirtschaft und Solarstrom auf derselben Fläche. Nach DIN SPEC 91434 dürfen bei bodennahen Anlagen höchstens 15 % der Fläche verloren gehen, und der landwirtschaftliche Ertrag muss mindestens 66 % des Referenzertrags erreichen. Bei Trackern mit Fahrgassen bleiben rund 85 % der Fläche bewirtschaftbar, der Traktor fährt zwischen den Reihen. Den Agri-PV-Aufschlag von 0,5 ct/kWh in der Ausschreibung gibt es nur für hoch aufgeständerte Anlagen ab 2,10 m lichter Höhe.

    Pacht oder selbst bauen: Was bringt ein Solarpark dem Landwirt?

    Verpachten bringt planbare Einnahmen ohne Risiko: Marktüblich sind rund 2.500 bis 4.000 € pro Hektar und Jahr, bei Agri-PV eher 2.000 bis 3.000 €, weil die Fläche weiter Ertrag bringt (eine amtliche Statistik gibt es nicht). Selbst investieren bringt den Stromerlös, aber auch Kapitalbedarf und Vermarktungsrisiko. Der Rechner zeigt für Ihre Fläche beide Wege nebeneinander.

    Was bringt ein Batteriespeicher?

    Am Gewerbedach hebt er den Eigenverbrauch: Im Beispiel steigt er mit 200 kWh Speicher von 70 % auf 86 %. Am Solarpark verschiebt er Mittagsstrom in die teureren Abendstunden. Lastspitzenkappung und Regelenergie rechnet der Rechner nicht ein; mit ihnen rechnen sich Speicher in der Praxis oft deutlich besser.

    Was sind Stromgestehungskosten (LCOE)?

    Die Kosten pro nutzbarer Kilowattstunde über die gesamte Laufzeit: Investition plus abgezinste Betriebskosten, geteilt durch den abgezinsten Stromertrag. Bei 5,0 % Kalkulationszins sind sie zugleich der Mindestpreis, ab dem sich die Anlage mit dieser Verzinsung trägt. Fraunhofer ISE nennt für Freiflächen in Deutschland 4,1 bis 6,9 ct/kWh, je nach Standort.

    Wie genau ist der Solarrechner?

    Er liefert Richtwerte für die Projektidee, kein Ertragsgutachten. Verschattung, Netzanschluss, Bodenverhältnisse, Ihr Lastgang und der tatsächliche Zuschlag verändern das Ergebnis. Alle Annahmen stehen mit Quelle auf dieser Seite und lassen sich ändern; für ein belastbares Angebot rechnen wir mit Ihren Projektdaten.

    Baut KXS Energy auch private Hausdächer?

    Nein. KXS Energy baut Gewerbedächer, Freiflächenanlagen, Agri-PV und Speicher, Einzelprojekte bis 160+ MW. Der Hausdach-Modus im Rechner ist ein Service; für den Bau eines Hausdachs empfehlen wir einen Fachbetrieb in Ihrer Region.

    Bereit für Ihren nächsten Solarpark?

    Standort, geplante Leistung, Zeitplan - mehr brauchen wir für den Anfang nicht. Unser Engineering-Team meldet sich mit einer ersten technischen Einschätzung.